Der Monatszyklus

Der Menstruationszyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regel und endet mit dem letzten Tag vor der neuen Blutung. Die normale Zyklusdauer bewegt sich zwischen 26 und 32 Tagen.

Der Monatszyklus

Bei der Frau sind das Zwischenhirn (Hypothalamus), die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und die Eierstöcke über Hormone (Östrogen und Gestagen) in einem fein abgestimmten Regelkreis miteinander verbunden. Die Steuerungszentrale dieses Kreises ist das Zwischenhirn: Es misst den Hormonspiegel und reguliert ihn über Botenstoffe, die die Hirnanhangsdrüse zur Hormonbildung anregen.

Die Hirnanhangsdrüse sendet während des Monatszyklus Keimdrüsenanregende Hormone (FSH, Follikelstimulierendes Hormon) an die Eierstöcke, die daraufhin beginnen, ein Ei reifen zu lassen und Östrogene zu bilden. Hat der Östrogenspiegel ein bestimmtes Niveau erreicht, schickt die Hirnanhangsdrüse ein „Eisprunghormon“ (LH, luteinisierendes Hormon), das in den Eierstöcken den Eisprung und damit die Bildung des so genannten Gelbkörpers auslöst.

Die Zeit vor dem Eisprung kann unterschiedlich lang sein. In der Regel findet dieser um den 13. des Monatszyklus statt. Nach dem Eisprung wandert die Eizelle in den Eileiter, wo sie sich für die Vereinigung mit einer Samenzelle bereithält.

Unter dem Östrogeneinfluss verdickt sich außerdem kontinuierlich die Gebärmutterschleimhaut. Die Zeit nach dem Eisprung beträgt immer 13-14 Tage. In dieser zweiten Hälfte des Menstruationszyklus beginnt der Gelbkörper das so genannte Gelbkörperhormon Progesteron zu bilden, welches die Gebärmutterschleimhaut für die Aufnahme eines befruchteten Eies umwandelt und vorbereitet. Wird die Eizelle nicht befruchtet, löst sie sich nach 4 Tagen auf.
Daraufhin stoppen die Eierstöcke die Hormonproduktion und geben der Gebärmutter damit das Signal zum Abbau der Schleimhaut. Die Monatsblutung (Menstruation) beginnt und dauert normalerweise zwischen 3 und 5 Tagen. Am sinkenden Hormonspiegel merken auch Hirnanhangsdrüse und Zwischenhirn, dass kein Ei befruchtet wurde. Die Hirnanhangsdrüse schüttet daraufhin wieder vermehrt FSH aus und weist damit die Eierstöcke an, das nächste Ei heranreifen zu lassen. Der Kreis schließt sich. Ein neuer Menstruationszyklus beginnt.